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Design:

Martin Schenk

Bei micasa entstehen exklusive Kreationen in Zusammenarbeit mit Designer:innen aus der Schweiz – darunter Martin Schenk, der in Bern und Paris lebt und arbeitet. Seine Arbeiten verbinden expressive Klarheit mit minimalistischer Leichtigkeit und bewegen sich zwischen Objekt und Raum: «Form, Farbe und Funktion sollen den Alltag begleiten, nicht dominieren», ergänzt Designer Schenk.

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Bild: Maxime Zenderoudi, Creative Director micasa und Sonnhild Kestler, Textildesignerin

Ein System für den Alltag

Mit UNO setzt sich Martin Schenk mit unserer Beziehung zu Alltagsgegenständen auseinander. Wie kann ein Bettsystem über lange Zeit relevant bleiben, wenn sich Räume, Nutzungen und Bedürfnisse verändern? 

Statt eines statischen Objekts bietet UNO eine modulare Lösung, die Veränderung zulässt, ohne ihre innere Logik zu verlieren. Ein zeitgenössisches Schweizer Design, zugänglich und langlebig, das sich selbstverständlich in den Alltag einfügt.

«Ich wollte ein Möbel entwerfen, das nicht statisch ist, sondern den Alltag begleitet und Veränderung zulässt. Ein System, das man anpassen und über die Zeit weiterentwickeln kann.»

Martin Schenk

micasa

Ein modulares Bettsystem, gefertigt in Willisau

UNO ist ein Bettsystem, das als offene Konstruktion gedacht ist. Es besteht aus einzelnen Elementen, die im Laufe der Zeit kombiniert, ersetzt oder neu konfiguriert werden können. 

Das Gesamtbild zeichnet sich durch klare, gut lesbare Formen, ausgewogene Proportionen und weich gerundete Kanten aus. Jedes Element ist eigenständig. Das System wirkt präsent und zugleich visuell leicht. 

Die Modularität steht im Zentrum des Projekts. Jedes Element des Betts kann unabhängig kombiniert und ersetzt werden. Dadurch lässt sich UNO an unterschiedliche Räume, Nutzungen und Lebensphasen anpassen. Das System entwickelt sich weiter, ohne als Ganzes ersetzt, werden zu müssen. 

Die Nachttische ergänzen das System. Sie sind als hängende oder bodenstehende Variante erhältlich und können je nach Bedarf und Vorlieben frei mit dem Bett kombiniert werden. 

Farbe spielt eine zentrale Rolle. Sie betont die Form jedes einzelnen Elements und eröffnet eine grosse gestalterische Freiheit: von zurückhaltenden Ton-in-Ton-Kombinationen bis hin zu stärkeren, kontrastierenden Farbzusammenstellungen je nach persönlicher Präferenz. 

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«Wir wollten ein System, das klar, gut konstruiert und langlebig ist. Ein ehrliches Design, das sich auf das Wesentliche konzentriert.»

Maxime Zenderoudi

Was war der Ausgangspunkt für das Projekt UNO? 

Maxime Zenderoudi: Wir wollten ein modulares Bettsystem entwickeln, das sich über die Zeit weiterentwickeln kann. Ziel war es, eine Alternative zu statischen Betten zu schaffen, mit einem klaren, langlebigen und zugänglichen Ansatz. Von Anfang an standen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit im Mittelpunkt. 

Martin Schenk: Der Ausgangspunkt war, diese Idee der Modularität in eine klare Form zu übersetzen. Ein Bett ist ein sehr persönliches Objekt, aber oft wenig flexibel. Die Herausforderung bestand darin, ein System zu entwerfen, das verändert und angepasst werden kann, ohne seine Kohärenz zu verlieren. 

Wie hat sich die formale Sprache des Systems entwickelt? 

Martin Schenk: Die Arbeit konzentrierte sich auf klare Formen, mit besonderer Aufmerksamkeit für Übergänge und Kanten. Die Rundungen spielen eine zentrale Rolle und erforderten es, die industriellen Möglichkeiten weiter auszuschöpfen. Ziel war es, in der Form präzise zu bleiben und dem Bett gleichzeitig eine ruhige und vertrauensvolle Präsenz im Raum zu geben. 

Welche Rolle spielt Farbe? 

Martin Schenk: Farbe ermöglicht es, das System an unterschiedliche Kontexte und Innenräume anzupassen. Manche bevorzugen zurückhaltende Ton-in-Ton-Kombinationen, andere entscheiden sich für stärkere Kontraste. Wichtig war, dass beide Ansätze möglich sind, ohne die Logik des Systems zu verändern. 

Warum war die Fertigung in der Schweiz wichtig? 

Maxime Zenderoudi: Die Fertigung in der Zentralschweiz ist ein integraler Bestandteil des Projekts. Sie ermöglicht ein hohes Mass an Kontrolle in der Umsetzung, kurze Wege und einen direkten Austausch mit dem Produzenten. 

Martin Schenk: Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten erlaubt einen sehr direkten Dialog. Gestaltung und Fertigung gehen Hand in Hand, was sowohl die Qualität des Ergebnisses als auch das Vertrauen in den Prozess stärkt.

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